Fragen und Antworten zum Hülltrieb
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Oldtimer

Da in dem einen Teil Deutschlands Autos Mangelware waren und lange Zeit  als Luxus angesehen wurden, konnte man frühestens, wenn das Kleingeld reichte, nach ca. 12 Anmeldejahren ein neues Auto kaufen. Auch gebrauchte Fahrzeuge hatten einen Marktwert, der über ihrem Neupreis lag. Bei älteren Fahrzeugen hingegen brauchte man eine gute Werkstatt für die Reparaturen. Mein Vater hatte so eine Werkstatt, die er nach dem Krieg übernehmen konnte. Als Autoschlossermeister war ihm der BMW Dixi in seiner Werkstatt in den 50er Jahren nicht unbekannt. Er baute dann in den 60er Jahren an einem Opel-Olympia von 1938 herum, den er aus drei Fahrzeugen vereinigte. Dabei durften wir Kinder alle Teile säubern und entrosten. Das war manchmal eine "unendliche Geschichte". Durch diese Erlebnisse wurde bei mir das Interesse an Oldtimern geweckt. Dieser Opel Olympia leistete bis in die 80er Jahre gute Dienste. Einige Bilder aus der Zeit konnte ich retten.

Kleine Bildergalerie über neuzeitliche Dixi-Modelle

Im Jahr 1969/70 - wie der Zufall es wollte - erwarb ich mein erstes Auto: einen BMW AM4. Er war zwar kein Dixi, wie in den Bildern oben, aber der Nachfolger sowie die erste BMW-Eigenkonstruktion, die in Eisenach ab 1931 gebaut wurde.

Dieser war komplett zerlegt, was Karosse, Cassi, Motor und Getriebe anging. Praktisch alles Schrott. Dieses Auto war ein Geschenk (100,- Ost Mark) meines Bruders an mich, der damals gerade an zwei Autos dieses Typs bastelte. Mit dem Elan, endlich auch ein eigenes Auto zu besitzen, begann die Restauration. Der Holzrahmen und fast 2/3 der Bodengruppe wurden erneuert. Aber der Traum vom Fahren lag noch weit entfernt. Das originale Handbuch und das Ersatzteilheft des BMW AM4 unterstützte durch die vielen Informationen die Restauration dieses Fahrzeugtyps. 

Hier noch einige Bilder der unvollendeten Karosserie, die seit den 70er Jahren so dahinrostet.

Dieses Projekt der "unendlichen Geschichte" wurde erst einmal auf Eis gelegt, da der Traum vom Fahren durch einen Zufall näher rückte. Ende 1970 sah ich einen gleichen BMW AM4 nicht weit unserer Werkstatt auf einem Parkplatz stehen. Dieser sah zumindest auf den ersten Blick fahrbereit aus und der Wagen wechselte noch am selben Tag für 400,- Ostmark den Besitzer. Das wurde dann mein zweiter  BMW AM4, der bis 1985 mein einziger fahrbarer Untersatz blieb und bis 1991 zugelassen war. Da ich viele Teile für sein Weiterleben restaurierte bzw. neu anfertigte, wurde dieser Wagen zunehmend zu meinem Hobby. Durch die Restaurationsarbeiten war es nun möglich, an diversen ADMV- Rallyeveranstaltungen teilzunehmen. Die nachfolgenden Bilder zeugen von verschiedenen Veranstaltungsorten dieser Rallyes:

Der Lohn solcher Veranstaltungen waren dann Plaketten, die den Rallyeteilnehmern überreicht wurden.


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© Günther Greve 2011